Portugal – Kitesurfen in der Lagune von Obidos

Anfang April habe ich bei einem Kite-Camp in Portugal mitgemacht. Das von CampSandKite organisierte Girls-Camp hielt sich an 2 der insgesamt 4 Kitespots auf – je nach Windstärke- und richtung entschied man sich für Foz do Arelho (Nordseite der Lagune) und dem Spot vor dem Segelclub (Club de Vela, Ostseite).

Die Lagune die vom Meer je nach Wasserstand gefüllt wird erstreckt sich kilometerweit ins Landesinnere und bietet Kitern jeder Könnerstufe einen großartigen Flachwasser-Spielplatz. Aber auch wer auf Wellen steht kommt nicht zu kurz: Gleich am Ausgang der Lagune hat man die Möglichkeit raus aufs offene Meer zu fahren. Das sollten sich aber nur die erfahrenen Kitesurfer zutrauen, denn die Unterströmung und die ungeordnet brechenden Wellen sind nicht ungefährlich.

Stehen kann man je nach Tidenstand so gut wie überall, im Strandbereich findet man einige Steinchen, Muscheln und Seeigel. In der Nähe des Segelclubs befindet sich auch ein offizieller Wohnmobil-Stellplatz. Insgesamt gibt es um die Lagune herum viele kleine Cafes und Restaurants – die mit zum Strand ausgerichteten Terassen zum entspannen einladen. Je nach dem, wo man ins Wasser einsteigen will, läuft man schon eine Weile am Strand – umgezogen haben wir uns entweder im Auto, oder die weniger kälteempfindlichen Mädels erst am  Spot selbst. Zum Aufwärmen gab es dann ganz gerne mal einen Kaffee oder Kakao aus einer der Strandbars.

Während der Badesaison von Juni bis August ist das Kitesurfen in Foz do Arelho verboten, ausweichen kann man dann auf die anderen Teile der Bucht: Praia do Bom Sucesso (gegenüberliegende Seite Foz do Arelho) und Club de Vela.

Das bekannte Wellenreiter-Mekka Peniche ist keine 20 Minuten Autofahrt entfernt – auch wir sind an einem windfreien Tag zum Gucken und gemütlichen Essen dorthin gefahren. Achtung Shopping-Alarm: Unterwegs gab es 2 ziemlich coole Surf-Shops, die wir mit 12 Mädels beinahe komplett geplündert hätten – der Weg lohnt sich also doppelt!

Die Lagune von Obidos hat ein ganz besonderes Flair, es ist wirklich schön hier. Die Leute sind sehr entspannt und hilfsbereit und die Spots nicht überfüllt – im Gegenteil: man hat fast den ganzen Tag genug Platz auf dem Wasser. Auf unserer Bulli-Tour werden wir auf jeden Fall wieder hier vorbei kommen!

 

Und einen ganz ausführlichen Bericht gibt es in meinem neuen ePaper: Bitte hier entlang ...

Fotos: Kea Janssen – CampSandKite

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Kite-Spots am Ijsselmer, Holland

Am letzten Wochenende hat es uns einmal mehr nach Holland verschlagen, ans Ijsselmer. In nur 2,5 Stunden erreicht man Hindeloopen, Workum oder Mirns – jeder Spot hat hier seine Vorzüge und man findet bei jeder Windrichtung perfekte Kite-Bedingungen. Am Osterwochenende waren wir das erste mal in Makkum – ich möchte diesen Blog-Eintrag jedoch nutzen, um unsere "Home-Spots" alle im Detail einmal vorzustellen:

 

Makkum, De Holle Poarte

Endlich ist die Kite-Saison auch bei uns eröffnet – für uns ging es diesmal auf dem Campingplatz "De Holle Poarte" in Makkum, ein sehr schöner Platz direkt am Spot. Da in Makkum das Kitesurfen vom 01. Oktober bis 01. Mai erlaubt ist, kannte ich es nur von Familienurlauben. Deshalb waren wir sehr überrascht, was dieser Spot zu bieten hat: Der Strand ist vergleichbar mit dem in Workum, nicht ganz so weitläufig, aber dafür mit Spielplatz, Surfschule und in wenigen Gehminuten ist man in der Stadt. Trotz des Osterwochenendes war nicht viel los und das Wasser schön leer. Makkum liegt nördlich über Mirns und Workum – danach kommt nur noch Kornwerderzand. Mögliche Windrichtungen zum Kitesurfen sind  Nordwest, West, Südwest und Süd, unbedingt zu beachten ist die Pufferzone zur Fahrrinne (100 m) und die umliegenden Basaltblöcke.

 

Es hat uns hier wirklich sehr gut gefallen und wenn es im kommenden Jahr wieder losgeht, oder sich der Sommer lange hält, möchten wir sehr gerne wieder herkommen!


Mirns, Camping Welgelegen

Am häufigsten sind wir in Mirns anzutreffen. Der wohl meistbesuchte Kite-Spot am Ijsselmer, hat ein riesiges Stehrevier zu bieten, in dem man noch bis zu 600 m vom Strand entfernt stehen kann. Von Ost- bis Westwind ist hier alles kitebar, allerdings ist es an windreichen Tagen auch sehr voll, sodass die schmale Wiese am Spot über und über mit Kites bedeckt ist. Auf dem Wasser verteilt es sich dann recht gut und auch Schulungen sind möglich. Oberhalb der Wiese findet ihr ein Café / Restaurant, in dem man sehr leckeren Apfelkuchen und Pfannkuchen bekommt! Es gibt auch einen sehr schönen Außenbereich von dem aus man sich das Getümmel im Wasser anschauen kann. Anfänger oder noch unsichere Kiter starten am besten im Wasser, da es an der Wiese einige Bäume und Stacheldraht-Zäune gibt, der Wind kommt weiter hinten im Wasser schön gleichmäßig, das Wetter kann hier allerdings auch mal schnell umschwingen – morgens noch wolkenlos mit viel Sonne, nachmittags dann etwas zugezogen mit ordentlich Knoten ...


Wenn wir in Mirns kiten, schlafen wir am liebsten in Welgelegen http://camping-welgelegen.nl/de
Hier ist auch die Kite-Schule KBC Holland ansässig, mit kleinem Shop und Bar. Der Campingplatz bietet für jeden Geschmack etwas – von der Blockhütte, über Pippowagens, bis hin zum Gästehaus ist für jeden etwas dabei! Außer den Pippowagens habe ich hier schon alles ausprobiert und war immer begeistert. Auch frühstücken lässt es sich hier prima!


Workum, It Soal

Workum ist ein Traum, vorallem wenn man auf dem Campingplatz It Soal übernachtet http://www.itsoal.nl/de/Intro

Der liegt nämlich direkt am Wasser und ist bestens ausgestattet, sehr schöne Sanitäre Einrichtungen, leckeres Restaurant und im Sommer gibt es des öfteren Events am Strand. Hier kommt man direkt vom Bett aufs Brett! Der Spot selbst hat einen schönen, langen Sandstrand und im vorderen Bereich stehtiefes Wasser. Von Süd- über West- bis Nordwind ist hier alles kitebar, natürlich ist auch hier viel los, wenn das Wetter gut und die Windrichtung optimal ist ...


Hindeloopen, Molkwerum

Normalerweise übernachten wir auch wenn wir nach Hindeloopen fahren immer in Welgelegen – diesmal haben wir aber Freunde besucht die einen Caravan in Molkwerum auf einem kleinen, netten Campingplatz gemietet hatten. Von dem Platz aus gibt es einen Holzsteg über den man direkt zum Wasser kommt. Leider ist der Bereich um den Campingplatz herum für Kite-Surfer verboten – was wir allerdings erst nach einem Besuch der Wasserschutzpolizei gelernt haben ...


Um von hier aus nach Hindeloopen zu kommen, ist man noch etwa 10 Minuten mit dem Auto am Deich entlang unterwegs. Dort angekommen gibt es einen großen Parkplatz direkt hinterm Deich, von dem aus man schnell und einfach mit seinem Material zum Spot laufen kann. Auf der Wiese kann man dann seine Kites aufbauen und runter zum Wasser laufen. An einigen Stellen im Wasser kann man noch stehen, überwiegend ist es hier jedoch tiefer und auch die Wellen sind höher. Dieser Spot funktioniert bei Südwest-, West- und Nordwestwind ...


Ganz wichtig ...

... und auch, weil wir es diesmal wieder lernen mussten: Schaut immer auf die Schilder am jeweiligen Spot! Hier steht ganz genau drauf, was ihr beachten müsst: Wo ist die Kite-Surf-Zone, Badezone, das Naturschutzgebiet – wo darf ich meinen Kite aufbauen und wo darf ich mich gar nicht aufhalten. Es ist super wichtig, dass man als Surfer die Regeln beachtet, da wir sonst vielleicht irgendwann gar nicht mehr dort kiten können.

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Hamata – Ä gypten

Weihnachten 2015 haben wir im Kite-Village in Hamata verbracht – und es war großartig! Selten habe ich einen so schönen Spot mit so liebenswerten Menschen und einer absolut einzigartigen Unterkunft erlebt ... Im Wohnwagen-Camp werden bunt zusammengewürfelte Charaktere zu einer eingeschworenen Gemeinschaft, das gemeinsame Essen, die geselligen Abende und nicht zuletzt die tollen Kite-Sessions bringen alle zusammen. Die alltägliche "Kite-Völkerwanderung" vom Camp hinunter zum Spot und zurück, wird schnell zum Ritual und am Abend werden Erfolge und Misserfolge geteilt, analysiert und herzlich gelacht.

 

In der Woche vor unserer Anreise gab es auch ein Girls-Camp, das von Kea und Josy (Liquid Force) organisiert wurde. Falls ihr Interesse an einem solchen Girls-Camp habt, schaut doch mal auf ihrer Seite vorbei: CampSandKite – hier gibts auch super tolle Fotos von Hamata!

 

Das Essen im Camp ist ein absolutes Highlight: Frischer Salat, leckerer Fisch, diverse Suppen und Soßen, machen jeden Abend zu einem Erlebnis. Und an Weihnachten wurde so richtig aufgefahren: Köstlichkeiten soweit das Auge reichte! Alle hier haben sich riesige Mühe gegeben, um ein gemütliches Miteinander zu schaffen. Mit blinkenden Lichterketten, Tischdecken und Weihnachtsbäumen auf den Tischen, war es ein unvergessliches, schönes Weihnachtsfest.

 

Von 14 Tagen, hatten wir sicher 10 Tage Wind – jeden Morgen sind wir gemeinsam nach dem Frühstück rüber zur Station gelaufen, haben unsere Rucksäcke am Strand abgestellt und haben unsere Kites aufgebaut. Bis Weihnachten war es wirklich recht überschaubar, danach wurde es langsam voll auf dem Wasser und am Strand. Der Spot besteht aus einem riesigen Stehrevier mit glasklarem Wasser. Steine und Muscheln findet man höchst selten. Die Beach-Boys verstehen ihren Job hier absolut zuverlässig – ihnen entgeht keine verhederrte Leine, oder falsches Anknüpfen – und auch die Kite-Lehrer und Stationsleiter sind immer zur Stelle und haben ein offenes Ohr für alle Fragen.

 

An einem der wenigen windfreien Tage, sind wir mit SUP's zu den Mangroven gepaddelt, haben Rochen und bunte Fische beobachtet und sind bis zum Riff raus gefahren. So kann man den Spot auch nochmal ganz in Ruhe betrachten, es ist wirklich ein wunderbares Fleckchen Erde, mitten im Nirgendwo ...

 

Für mich einer der schönsten Spots, die ich bisher besucht habe – ich werde auf jeden Fall wieder kommen!

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Sizilien, Marsala

Wenn ihr momentan ein Reiseziel sucht, das nicht so weit weg liegt und wo ihr auch jetzt noch eine super Windausbeute bei angenehmen Temperaturen findet – möchte ich euch Sizilien ans Herz legen. Vor zwei Jahren war das meine erste längere Bulli-Tour, die mich in das schöne Dörfchen Marsala geführt hat. Unter Kite-Surfern ist ein Stadtteil Marsalas besonders bekannt und beliebt – Lo Stagnone. Eine wunderschöne Landschaft, mit vielen Salinen und riesigen Flamingo-Schwärmen, sehr netten Menschen und tollem Essen, erwarten euch hier. Wir sind damals Ende Dezember dort gewesen und auch über Silvester geblieben. In dem Bungalow-Park Torre Lupa war um diese Jahreszeit nicht viel los, trotzdem haben wir uns sehr wohl gefühlt – wir hatten ein super schönes Apartment und sehr nette Nachbarn mit denen wir auch kiten waren und Silvester bei Einheimischen gefeiert haben. Die Betreiber des Bungalow-Parks hatten uns kurzerhand auf ihre Familienfeier eingeladen und so saßen wir bei Fisch, Wein und Musik in einem großen Festsaal und ließen es uns gut gehen.


Zehn Minuten Autofahrt vom Park entfernt, gab es damals zwei Kitestationen. Heute haben sich auch die größeren Anbieter dort angesiedelt. Auf einem großzügigen Wiesenabschnitt können die Kites aufgebaut werden, Platz ohne Ende findet ihr auch auf dem Wasser. Einer der größten Flachwassersports Europas mit Knie- bis Hüfttiefem Wasser erstreckt sich Kilometerweit vor unseren Augen. Im Dezember hatten wir an schlechten Tagen noch gut 15 °, an Neujahr waren es sogar 22 °. Für Holland-Kiter Heimatbedingungen was die Wassertemperatur angeht – und das spiegelglatte Wasser ist einfach ein Traum! Am besten funktioniert hier der Wind aus Nord oder Süd, in den Monaten von März bis September gibt es auch thermischen Wind – je nach dem an welcher Stelle man kiten geht, funktioniert wohl auch fast jede andere Windrichtung, dann sollte man allerdings auch mobil sein um dem Wind gegebenenfalls hinterher zu fahren.


Wenn ihr ein Auto habt solltet ihr euch auch unbedingt Erice anschauen – die 751 Meter über dem Meeresspiegel thronende Stadt ist oft von Wolken bedeckt und vom Fuße des Berges kaum sichtbar. Es leben nur noch wenige Hundert Menschen dort, eine wunderschöne mittelalterliche Stadt die heute vor allem vom Tourismus lebt. Die Aussicht von hier oben ist einfach atemberaubend schön, man kann an klaren Tagen die gesamte Küste sehen – einfach traumhaft... Auch Trapani ist einen Ausflug wert, man kann super shoppen gehen, es gibt viele Cafés und Restaurants, auch im Winter kann man hier prima draußen in der Sonne sitzen. Die Architektur ist hier sehr sehenswert, besonders schön fand ich die vielen kleinen Hinterhöfe, die mit ihren Pflanzkübeln, kleinen Tischen und Bänken so gemütlich und einladend wirkten. Am Ende unserer Sizilien-Tour nahmen wir die Fähre von Palermo nach Genua. Natürlich haben wir den Nachmittag und Abend genutzt und auch Palermo noch genauer beäugt – auch hier lässt es sich ganz wunderbar einkaufen und wir konnten noch unser letztes Geld ausgeben! Die enge Bebauung mit den kleinen Gassen und hohen Gebäuden, machen den besonderen Charme dieser Stadt aus. Als es dunkel wurde, war dies fast ein wenig unheimlich – aber durch die Weihnachtsbeleuchtung bekam das Ganze seinen leicht romantischen Touch – und es wurde ein unvergesslicher Streifzug durch kleine Cafés und Bars ... 


Mir hat es auf Sizilien so gut gefallen, dass wir Lo Stagnone für unsere 6 Monatige Tour im nächsten Jahr ganz fest als Stopp eingeplant haben!

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Cuxhaven, Fort Kugelbake – Hängt ihn höher!

Was für ein unvergessliches Wochenende – Freitag Abend ging es für uns nach Cuxhaven ins Fort Kugelbake zum "Hängt ihn höher"-Contest. Leider hat uns der Wind gefehlt, dennoch war es ein super Event, mit vielen tollen Leuten, guten Gesprächen, neuen Freunden und einer genialen Party. Wir sind schon früh raus am Samstag und haben uns dann statt des Kite-Wettkampfes einen SUP-Contest angesehen, im Fort selbst waren verschiedene Hersteller vertreten – Slingshot, Brunotti, Liquid Force... Zu sehen waren auch kleine, feine Surfwear-Label (de.Antrekkers), Longboarder, Künstler und einfach ganz viel Lebensfreude! Den ganzen Tag lief Musik, alle hatten Spaß und der nicht vorhandene Wind war schnell überwunden. Das alte Fort ist ein ehemaliges Militärgelände, an der ein oder anderen Stelle steht noch schweres Geschütz und die Katakomben bieten sich perfekt für Veranstaltungen an. Natürlich ging es dort abends nach dem Event mit Musik, Getränken und jede Menge Tanzeinlagen in eine lange Nacht über... Ein großes Kompliment an die Organisatoren von Cux Kiters – es war ein riesen Spaß!

Trotzdem möchte ich noch etwas über den Spot selbst schreiben, denn es ist wirklich super schön hier: Der Strand in Cuxhaven ist zwar lang, aber es gibt nur 2 ausgewiesene Spots – Kugelbake und Sahlenburg. Beides sind sehr nette, ca 200 m weitreichende Stehreviere, die mit unterschiedlichen Windrichtungen funktionieren. In Kugelbake eignet sich der Wind aus Ost-/Nordost und West-/Nordwest. Der Zugang zum Strand ist kostenpflichtig (Kurtaxe). Davon ausgenommen sind Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren und Inhaber einer Kurkarte.


Zu beachten sind hier natürlich die Ebbe- und Flutzeiten – bis ca. 2,5 Stunden vor und 2,5 Stunden nach Hochwasser kann gefahren werden, sonst geht es nicht. An dem langen Sandstrand ist genügend Platz zum Aufbauen, Starten und Landen, allerdings gibt es auch einen Schwimmerbereich – dahinter darf gefahren werden, natürlich mit Abstand und Vorsicht. Bei ausreichend Wind sind die Spots in Kugelbake und Sahlenburg wohl ziemlich voll ... Die Surfzone ist deutlich gekennzeichnet (Bojen), genauso wie der Übergang zum Fahrwasser (Steindamm) – dieser kann bei Hochwasser auch mal etwas unter gehen, also weiter weg bleiben, da es sonst gefährlich wird!

 

Was ich richtig toll finde ist der direkt hinterm Deich gelegene Parkplatz, den man auch zum Campen benutzen kann (kostenpflichtig)! Ihr könnt hier bequem für ein paar Tage stehen, Sanitäre Einrichtungen gibt es auch – alles direkt am Spot. Wenige Gehminuten entfernt sind Imbissbuden und ein Café zu finden, verhungern braucht man also auch nicht – ein echt empfehlenswerter Spot!


 

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Beauduc, Frankreich

Unsere Bulli-Tour nach Beauduc ist zwar schon etwas länger her – aber gerade wegen der aktuellen Ereignisse rund um diesen einmaligen Spot, möchte ich euch unsere Erfahrungen weiter geben.


An Ostern hatten wir uns ein paar Tage frei genommen, nicht lange überlegt und sind mit Kite-Sachen, genügend Proviant und Windhund nach Frankreich gefahren. Ich kannte Beauduc bis dahin nur aus Erzählungen und habe mich tierisch gefreut es endlich selbst zu sehen. Die Gegend um Arles ist wunderschön, Grün soweit das Auge reicht, Felder, Wiesen, Wald und kleine Dörfchen reihen sich aneinander. Hat man das Gefühl, man wäre endgültig abseits der Zivilisation angekommen, so beginnt erst der richtige Weg zum Spot ... Man fährt zwischen Wasser, Meer und Salinen hindurch, sieht Flamingo-Schwärme und die weißen Wildpferde der Camargue. Die Strecke wird immer holpriger, die Straßen enger und mit Schotter bedeckt .... An manchen Stellen ist es schwierig den richtigen Weg zu finden! Und dann erreicht man irgendwann diesen "Engpass" aus Beton und hofft, hindurch zu passen (siehe im Bereich Tipps!). Ist das geschafft ist man noch gut eine dreiviertel Stunde unterwegs – aber es lohnt sich. Mitten in einer Dünenlandschaft stehen Autos und sind Zelte aufgebaut in überschaubarer Anzahl. Manch Mutiger steht selbst über Nacht direkt am Strand – aber vorsicht: Bei südlichen Winden, kann der Strand überflutet und die Zufahrtswege abgeschnitten werden!


Vor uns liegt ein riesiger, sichelförmiger  Strand, das Ende ist kaum zu sehen. Auf dem Wasser ist zwar was los, es verteilt sich wegen des großen Platzangebotes allerdings wunderbar. Der "Mistral" zieht hier in Beauduc mit voller Wucht durch, da sich der Spot direkt am Ende des Rhonetals befindet. Besonders gut kitebar ist Wind aus Nord/Nordwest, da man so nicht Gefahr läuft aufs offene Meer hinaus getrieben zu werden – durch die Sichelform des Spots kann man jedoch annährend bei jeder Windrichtung raus.


Auf Höhe der "Spitze" der Sichel liegt ein winzig kleines Dorf, in dem es sogar ein Restaurant gibt – sehr empfehlenswert für einen Ausflug bei Flaute, da dann die Mücken über den Spot herfallen! Da es ansonsten aber weder einen Campingplatz, noch Sanitäre Einrichtungen gibt, sollten sich alle die es nach Beaduc verschlägt an ein paar Regeln halten um diesen wunderbaren Spot zu erhalten. Dazu zählt vorallem seinen Müll wieder mitzunehmen – auf dem Rückweg befindet sich ein Container, den man dafür nutzen kann und sollte. Wer es abgelegen mag, auch an windreichen Tagen etwas mehr Platz auf dem Wasser haben möchte und eine ganz ursprüngliche Natur genießen will, muss sich einfach in Beauduc verlieben – es ist wunderschön! Und allen Gerüchten zum Trotz ist nur ein kleiner Teil des Gebietes gesperrt, dieser steht unter Naturschutz. Damit man eine bessere Übersicht hierzu hat, habe ich euch eine Karte zum Herunterladen angehängt.

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Beauduc
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Pangea Festival 2015

Wow –  was für ein Erlebnis! Wir sind immer noch total im Pangea-Fieber ... Am Freitag ging es für uns raus Richtung Norden, um in Ribnitz-Damgarten mal wieder so richtig Kind sein zu dürfen. Das Pangea-Festival ist wie ein riesiger Kinderspielplatz, nur für Erwachsene! Neben Skateboard, BMX, oder Wakeboard Contests, gab es hier außergewöhnliche Menschen, tolle Musik und viele, viele Workshops zu entdecken. Auch zahlreiche unserer Lieblings-Labels waren vertreten, wie zum Beispiel das Team von Shisha http://shishabrand.com die sich in diesem Jahr genau wie wir, gegen SPO und für Pangea entschieden hatten – zu aller Freude wieder mit einem grandiosen DJ, der auf dem schwarzen Shisha-Bus seine Plattenkünste zum besten gab.


Wir haben selber Taschen bedruckt, den Leuten beim "Hocker"-Workshop zugesehen, miterlebt wie Decks in Handarbeit gefertigt wurden und sich mutige Männer und Frauen beim Blubbing, von einem Turm in ein Luftkissen gestürzt haben. Es wurde gesungen, gefeiert und sehr viel gelacht. Das Wetter hat auch gut mitgespielt und wir saßen den ganzen Tag über am Wasser, in der Sonne. Es war unglaublich – falls ihr noch nicht dort wart, sichert euch Tickets fürs nächste Jahr – es lohnt sich!

Bewegte Bilder ...

... und hier gibt es noch ein richtig gutes Video vom Festival: Pangea 2015

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Venedig, Italien

Letzter Stopp für mich – Venedig! Mit der S-Bahn ging es für uns vom Festland rüber in die Stadt der Liebe (siehe hierzu auch meinen Eintrag unter Tipps!). Hier hieß es ersteinmal: SHOPPING! Nach ausgiebigem Geldausgeben haben wir dann natürlich auch den Markusplatz besucht und uns ganz im Touri-Stil eine Gondelfahrt gegönnt. Von den Kanälen aus hat man noch einmal eine ganz andere Sicht auf die alte Stadt, die mit all ihren Makeln und vom Wasser gezeichneten Ecken einfach einen zauberhaften Charme hat ... Der Gondoliere hat uns ein paar schöne Geschichten zum Besten gegeben und das klassische "O Sole mio" wurde uns aus einem Wohnzimmer heraus zugesungen – die Italiener haben Humor! In einer kleinen Seitenstraße haben wir eine tolle, kleine Bäckerei besucht, in der wir leckere Focaccia gegessen und Kaffee getrunken haben. Es war ein wunderbarer Abschluss, einer abenteurlichen Tour für mich – Vendeig ist auf jeden Fall einen ausgiebigen Besucht wert, am besten mit einem Stadtplan gewappnet!

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Von Durrës nach Ancona

Langsam neigt sich unsere Tour dem Ende zu ... Nach super schönen Tagen in Ulcinj, einem tollen Abend bei einheimischen Bekannten und vielen schönen Kite-Sessions machten wir uns nun auf nach Albanien, um unsere Fähre nach Italien zu nehmen. Der ca. 130 km lange Weg durch Berg und Tal kostete uns einige Stunden, da die Straßen teilweise noch nicht ausgebaut sind. Landschaftlich ist Albanien wirklich schön, viele kleine Dörfchen mit Geschäften, endlose Sonnenblumen-Felder, nette Häuser und teilweise sehr schicke Hotels, die in die Berghänge gebaut sind. Trotz der schlechten Straßen erreichten wir frühzeitig Durrës und fuhren pünktlich aufs Schiff ... bis zu diesem Tag hatten wir immer sehr gute Erfahrungen gemacht, was Autofähren angeht – diesmal hatten wir aber nicht so viel Glück: Es war ein sehr altes Schiff, wenig Platz, ziemlich dreckig und LAUT! Wir haben es uns trotzdem irgendwie gemütlich gemacht, Wein getrunken, gelesen, aufs Meer geschaut und uns über die bisherige Tour unterhalten. Am nächsten Tag lief die Fähre überpünktlich in Ancona ein und wir machten uns weiter auf den Weg Richtung Venedig ...

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