Isle of Man und Irland

Sowohl die Isle of Man, als auch Irland haben uns sehr gut gefallen – viele kleine Dörchen reihen sich aneinader, die Menschen sind freundlich und hilfsbereit. Einige atemberaubende Ausblicke und aufregende Wanderungen konnten wir hier machen und auch für Hundebesitzer sind die beiden Ziele interessant – allerdings hat die Vorwarnung, dass in Irland an 270 Tagen im Jahr Regenwetter herrscht, voll zugetroffen, was das Reisen mit dem Bulli ein wenig erschwert ...

Isle of Skye

Die kleine Insel zwischen England und Irland war zwar nur ein kurzer Zwischenstopp – hat uns allerdings mit seiner schönen Küste und den urigen Dörfchen überrascht. Bei Old Laxey haben wir auf dem Parkplatz eines Restaurants übernachtet, das hoch oben auf einem Klippenabschnitt lag. Von der Terrasse aus, hatte man einen tollen Ausblick aufs Meer und laut der dort angebrachten Schilder, hätte man auch an dieser Stelle Delphine und Wale beobachten können – wir haben uns aber statt dessen für Bier und Abendessen entschieden.

Anschließend sind wir dann über einen ausgewiesenen Trampelpfad am Hang entlang zum „White Beach“ gewandert, haben die Aussicht aufs Wasser genossen und das kalte Meer mit den nackten Füßen getestet. Auf dem Rückweg konnten wir hier auch wieder einen Paraglider  beobachten, wie er sich vom nächsten Berg aus ins Tal gleiten ließ. Sicherlich noch eine tolle neue Perspektive, um diesen Küstenabschnitt aus einem anderen Winkel zu betrachten.

Irland

Am frühen nächsten Morgen nahmen wir dann die Fähre nach Douglas und kamen um 10:00 Uhr in Irland an. Für ein gemütliches Frühstück fuhren wir noch eine gute Stunde bis nach Belfast, wo wir  uns über TripAdvisor ein super tolles Café rausgesucht hatten: Das Harlem Café.

Das Interieur erinnert an Omas Kücheneinrichtung, Altbau-Chic und den kitschigen Charme des Barock. Die Karte versprach neben deftigen, auch viele fruchtige Speisen, Kuchen, Croissants und Müsli mit Joghurt und verschiedenen Toppings. Hier ist auf jeden Fall für jeden Geschmack etwas dabei – wenn ihr also mal nach Belfast reist, solltet ihr hier Halt machen – auch das Mittags-Menü hörte sie vielversprechend an!

Unser nächster Stopp war dann Dublin – eine wirklich schöne Stadt. Viele Geschäfte, Bars und Restaurants laden hier zum Verweilen ein. Nach Glasgow und Liverpool in England, ist uns hier vor allem die Sauberkeit angenehm aufgefallen.

Cliffs of Moher

Bis zu unserem Campingplatz (Naigles Doolin) waren es dann noch gute 3 Stunden Fahrt. Der erste Teil über die Autobahn war schnell geschafft, aber die letzten 60 Kilometer Landstraße hatten es wirklich in sich: Über Serpentinen und enge Straßenabschnitte schlängelte sich unser Weg an der Steilküste entlang und durchs Landesinnere. Am Ende wurden wir aber mit einem wunderbaren Fleckchen Erde belohnt: Die „Cliffs of Moher“ bei Dolen sind wunderschön, die Gegend mit seinen Steinigen Stränden und dem hereinbrechenden Wasser einmalig.

Von unserem Campingplatz aus haben wir eine Wanderung entlang des Wassers, über einen Steilpfad hinauf auf die Klippen und an diesen entlang gemacht – eine krasse Erfahrung! An der höchsten Stelle sind die Klippen bis zu 200 Meter hoch. Die Aussicht ist atemberaubend – und an einigen Teilen des Weges ist man nur wenige Zentimeter vom Abgrund entfernt…

Unser Hund Kaya hat tapfer den ganzen Weg mit uns mitgehalten, natürlich immer angeleint. An Freilauf ist in dieser Gegend nicht zu denken gewesen: Viel zu unwegig, zu viel Gestein und steile Abhänge.

Wir waren insgesamt 3 Stunden unterwegs und anschließend alle durstig und hungrig, umso schöner war dann der Rückweg durch das Dorf, in dem wir einen schnuckeligen Pub gefunden haben „Gus O’Connors Pub“, in dem wir richtig gut gegessen, getrunken und Fußball geschaut haben.

Rund um die Cliffs of Moher werden auch geführte Touren angeboten, oder Fährfahrten raus zu den vorgelagerten kleinen Inseln. Wer also noch ein wenig mehr Infos und die Geschichten von Einheimischen hören möchte, sollte sich hier vorher anmelden. Sehenswert sind die Klippen allemal!


Tipp für Wellenreiter: Lehinch

Auf der Weiterfahrt nach Brandon Bay sind wir an Lehinch vorbei gekommen. Wir konnten leider keinen Halt mehr einlegen, aber ich möchte vor allem den Wellenreitern unter euch dieses Dörfchen empfehlen: Ein toller, langer Sandstrand mit gleichmäßig schön hereinkommenden Wellen – und das kleine Städtchen mit vielen Shops und Bars sah einfach super einladend aus! Schaut doch mal hier vorbei, falls ihr mal in Irland aufs Wasser gehen wollt!


Sandy Bay

Der nächste Halt war dann endlich mal wieder dem Kite-Surfen gewidmet! Wir entschieden uns für die Brandon Bay, einer der Strände bei Castlegregory, einer Halbinsel im Südwesten Irlands – mit Kiesstrand, im Einstiegsbereich aber überwiegend sandig und gut brechenden Wellen, ein guter Bump and Jump-Spot. Es gibt im Umkreis von 2 Kilometern mehrere Strände an denen Surfen möglich ist und sowohl interessante Bedingungen für Wellenreiter, Kite-Surfer und Windsurfer bietet. Bei Süd-West-Wind hatten die Jungs einen Riesen Spaß im Wasser und die Campingplatz-Zuschauer ließen nicht lange auf sich warten. Im Wasser waren die beiden die einzigen Kiter. In der Nähe der Brandon Bay liegt auch die Sandy Bay – hier gibt es eine Surfschule und auch einen Surf-Shop mit vielen hilfsbereiten Leuten. Falls ihr einen Surf-Kurs machen möchtet, wäre das in dieser Gegend also auch möglich.

Unser Platz „Sandy Bay 2“ lag mit direktem Strandzugang perfekt hinter einer Dünenreihe, sodass wir gemütlich mit unserem Material vom Bulli zum Auslegen der Kites nicht einmal 5 Minuten brauchten.

Allerdings muss man sagen, das die Campingplätze sowohl in Irland, als auch in Schottland und England, kaum Hecken oder Bäume besitzen und man bei starkem Wind der Natur völlig ausgeliefert ist – so haben wir in dieser Nacht die Grenzen des Gybes kennen gelernt, das uns sonst nie im Stich lässt.

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Kommentare: 1
  • #1

    Flow (Mittwoch, 13 Juli 2016 12:20)

    Wow, wirklich tolle Bilder! freue mich auf mehr von euch! Gute Reise weiterhin :-)