Beauduc, Frankreich

Unsere Bulli-Tour nach Beauduc ist zwar schon etwas länger her – aber gerade wegen der aktuellen Ereignisse rund um diesen einmaligen Spot, möchte ich euch unsere Erfahrungen weiter geben.


An Ostern hatten wir uns ein paar Tage frei genommen, nicht lange überlegt und sind mit Kite-Sachen, genügend Proviant und Windhund nach Frankreich gefahren. Ich kannte Beauduc bis dahin nur aus Erzählungen und habe mich tierisch gefreut es endlich selbst zu sehen. Die Gegend um Arles ist wunderschön, Grün soweit das Auge reicht, Felder, Wiesen, Wald und kleine Dörfchen reihen sich aneinander. Hat man das Gefühl, man wäre endgültig abseits der Zivilisation angekommen, so beginnt erst der richtige Weg zum Spot ... Man fährt zwischen Wasser, Meer und Salinen hindurch, sieht Flamingo-Schwärme und die weißen Wildpferde der Camargue. Die Strecke wird immer holpriger, die Straßen enger und mit Schotter bedeckt .... An manchen Stellen ist es schwierig den richtigen Weg zu finden! Und dann erreicht man irgendwann diesen "Engpass" aus Beton und hofft, hindurch zu passen (siehe im Bereich Tipps!). Ist das geschafft ist man noch gut eine dreiviertel Stunde unterwegs – aber es lohnt sich. Mitten in einer Dünenlandschaft stehen Autos und sind Zelte aufgebaut in überschaubarer Anzahl. Manch Mutiger steht selbst über Nacht direkt am Strand – aber vorsicht: Bei südlichen Winden, kann der Strand überflutet und die Zufahrtswege abgeschnitten werden!


Vor uns liegt ein riesiger, sichelförmiger  Strand, das Ende ist kaum zu sehen. Auf dem Wasser ist zwar was los, es verteilt sich wegen des großen Platzangebotes allerdings wunderbar. Der "Mistral" zieht hier in Beauduc mit voller Wucht durch, da sich der Spot direkt am Ende des Rhonetals befindet. Besonders gut kitebar ist Wind aus Nord/Nordwest, da man so nicht Gefahr läuft aufs offene Meer hinaus getrieben zu werden – durch die Sichelform des Spots kann man jedoch annährend bei jeder Windrichtung raus.


Auf Höhe der "Spitze" der Sichel liegt ein winzig kleines Dorf, in dem es sogar ein Restaurant gibt – sehr empfehlenswert für einen Ausflug bei Flaute, da dann die Mücken über den Spot herfallen! Da es ansonsten aber weder einen Campingplatz, noch Sanitäre Einrichtungen gibt, sollten sich alle die es nach Beaduc verschlägt an ein paar Regeln halten um diesen wunderbaren Spot zu erhalten. Dazu zählt vorallem seinen Müll wieder mitzunehmen – auf dem Rückweg befindet sich ein Container, den man dafür nutzen kann und sollte. Wer es abgelegen mag, auch an windreichen Tagen etwas mehr Platz auf dem Wasser haben möchte und eine ganz ursprüngliche Natur genießen will, muss sich einfach in Beauduc verlieben – es ist wunderschön! Und allen Gerüchten zum Trotz ist nur ein kleiner Teil des Gebietes gesperrt, dieser steht unter Naturschutz. Damit man eine bessere Übersicht hierzu hat, habe ich euch eine Karte zum Herunterladen angehängt.

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Beauduc
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Kommentare: 5
  • #1

    Experiencr (Donnerstag, 17 September 2015 22:10)

    Das Zelt brauche ich auch !!!! :-D

  • #2

    Sarah (Freitag, 18 September 2015 09:56)

    Kann ich auch nur empfehlen! Richtig gutes Teil :)

  • #3

    Heiko (Montag, 21 September 2015 11:28)

    Mit dem Gybe Hersteller ist nicht gut Kirschen essen, aber seine Zelte sind wirklich der Wahnsinn, aber recht teuer. Ich mag es nun aber nicht mehr hergeben....ist schon fein wenn man seinen Lebensraum um das Doppelte vergrößern kann ;)

  • #4

    Experiencr (Donnerstag, 15 Oktober 2015 16:56)

    Wie gut funktioniert das Luft rauslasen?

    liebe grüße

  • #5

    Sarah (Donnerstag, 15 Oktober 2015 17:05)

    Das Auf- und Abbauen des Gybe klappt perfekt – am besten zu Zweit ;) Luft reinpumpen geht genauso fix, wie das Luft rauslassen. Wir wundern uns auch jedes mal wie flott es geht!